„Und er warf einen Blick um sich auf den Planeten des Geographen. Er hatte noch nie einen so majestätischen Planeten gesehen.“ 

(Aus: Der kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupéry)

Wie heißt die Hauptstadt von Madagaskar, wie der längste Fluss Asiens oder der höchste Berg Südamerikas …?

Wer würde solche Fragestellungen nicht mit dem Schulfach Erdkunde in Verbindung bringen?

Doch das Fach Erdkunde beschäftigt sich mit weit mehr als der Frage nach der Lage geographischer Orte („Topographie“) und der Beschreibung von Land und Leuten in aller Welt.

Vielmehr ist heute von Interesse, wie und wodurch sich unser Lebensraum verändert, welche Rolle menschliches Handeln dabei spielt und welche Möglichkeiten es gibt, den Lebensraum Erde auch für nachfolgende Generationen zu erhalten. Das Fach bildet damit eine Brücke zwischen Natur- und Sozialwissenschaften.

Immanuel Kant bezeichnet die Geographie auch als „…die Mutter der Wissenschaften.“ An anderer Stelle formuliert er: „Es ist nichts, was den geschulten Verstand mehr kultiviert und bildet, als Geographie.“ 

Allgemein zeichnet sich das Schulfach durch seine lebensnahen Inhalte, den großen Aktualitätsbezug und seine Methodenvielfalt aus.