Im Schuljahr 2004-2005 war Mathematik erstmals (wieder) Pflichtprüfungsfach im Abitur. Alle Leistungskursschüler müssen sich schriftlich prüfen lassen, alle Grundkursschüler können sich (meist) aussuchen, ob sie schriftlich oder mündlich die Abiturprüfung ablegen wollen. Im Folgenden wird erklärt, wie eine schriftliche Abiturprüfung abläuft.

Schriftliche Prüfung in Mathematik

Zu Beginn bekommen die Schüler in der 45 minütigen Einlesezeit Aufgaben zur Auswahl in den Bereichen Analysis, Lineare Algebra und Stochastik vorgelegt. In dieser Zeit kann man sich intensiv mit den Aufgaben beschäftigen, Verständnisfragen stellen und Vor- und Nachteile für sich selbst abwiegen.

Am Ende der Einlesezeit gibt man die Aufgaben ab, die man nicht bearbeiten möchte. Jedoch muss man eine Aufgabe aus jedem Teilbereich bearbeiten (also A, B und C).

Anschließend beginnt die Bearbeitungszeit, die im Grundkurs 180 Minuten und im Leistungskurs 240 Minuten beträgt. Die Aufgabenformate in Mathematik haben ihre Entwicklung immer weiter fortgesetzt, die weg von sturem „Abfragen und Anwenden von Kochrezepten“ hin zu einem verständigen Umgang mit Mathematik führt. Die Aufgaben, die mit einer Fülle neuer Operatoren formuliert sind, erfordern von den Prüflingen über das Beherrschen der grundlegenden Rechentechniken und –verfahren hinaus eine Fülle weiterer wichtiger Kompetenzen – wobei heute auch sprachliche Kompetenz eine ganz zentrale Rolle spielt. (Es ist heute keine Seltenheit mehr, dass in einer schriftlichen Leistungskurs-Prüfungsarbeit in Mathematik deutlich mehr als 1000 Wörter geschrieben werden!)

Als Hilsmittel dürfen Formelsammlung und Taschenrechner eingesetzt werden.